Tag Archives: 2005

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*sing*

“Run away from all your boredom
Run away from all your whoredom and wave
Your worries, and cares, goodbye
All it takes is one decision
A lot of guts, a little vision to wave
Your worries, and cares goodbye.”

[placebo: “slave to the wage”]

MTV Spin zeigt “penny lane” von den Beatles. Großartig!

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7 seconds

Hinsetzen, anschauen, kreuz-orientier-kreuz. Kein Umschlag? Es wird wohl gespart? Falten, einwerfen.
Hinterher nicht sicher sein. Verwählt?

Draußen ist der Herbst. Kalter Wind, aber immerhin scheint die Sonne. Die Blätter an den Bäumen fangen schon an, sich zu verfärben. Die Menschen stehen in kleinen Gruppen zusammen, teilweise diskutieren sie laut oder lachen. Kinder springen durch die Gegend. Fast wie in Italien, wo der Dorfplatz noch eine Bedeutung hat.

Wählen ist wohl gesund. In zweifacher Hinsicht. Familien, Paare, Freunde gehen zusammen spazieren. Frische Luft. Ich habe Frau Bein vermisst. Letztes Mal haben wir hinterher noch heftig diskutiert.

Ich glaube ich schaue mir gleich noch “Hitch” an. Unkompliziert, einfach, gedankenlos, Hollywood, product placement. Genau richtig für heute. Und New York. Da will ich wieder hin.

[“absolute Wahnsinnsshow
im Fernsehen und im Radio
die Sonne lacht so schadenfroh
an Tagen wie diesen
niemand der mir sagt wieso
beim Frühstück oder Abendbrot
die Fragen bohren so gnadenlos
an Tagen wie diesen.”
Danke Fettes Brot, für den tollen Song mit sehr nachdenklichen Lyrics.]

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Davor

Es ist Abend. Der Abend, auch wenn es erst übermorgen ist. Ich bin alleine. In der WG und auch mental. Habe Angst, der Hals schnürt sich zu. Ich rauche die hundertste Zigarette heute. Hoffentlich muss ich nicht so viel husten übermorgen, das stört die Konzentration.
Ich will nicht fernsehen. TV Duell. Nee. Bin ich so unpolitisch geworden? Lesen ist zu kompliziert und lernen lohnt auch nicht mehr. Musik? Aber was? Disturbed…gut, aber nach 2 Liedern zu hibbelig. Auf was leichteres keinen Bock.

Viele meiner Freunde sind gerade nicht da. Ich wünschte, es würde jemand anrufen. Oder lieber nicht. Es gibt keine Themen, nur das Eine. Und darüber will ich jetzt nicht reden.

Mache mich auf den Weg zur Tanke. Zu Fuß, denn passenderweise hat mein Rad einen Platten. Alles ist ruhig, in der beginnenden Abendstimmung. Ich merke, dass mir viele Dinge in der Umgebung auffallen, die ich sonst auf dem Rad nie bemerke. Eine gesprühte Liebeserklärung. “Ich liebä Disch”. Das Spiel des Lichts von Straßenlaternen, beleuchteten Fenstern und Gartenbeleuchtung. Stelle fest, dass es Tag- und Nachthäuser gibt. Ich wohne in einem Taghaus. Es sieht nachts nicht schön aus.

An der Tanke. Er ist auch da. Das Urgestein. Der alte Mann, den es überall gibt. Der vorm Laden sitzt, oder am Bahnhof. Man weiß nicht was er macht, aber man sieht ihn ständig. Er lehnt an seinem Rad und schaut in die Gegend. Ich nicke ihm zu. In der Tanke nichts los. Ich kaufe Zigaretten. Der Kassierer lächelt mich an. “Es wird jetzt auch schon immer früher dunkel.” sagt er. “Schade,” meine ich “der Sommer hat ja gerade erst wieder angefangen.” Würde gerne noch weiter in Floskeln schwelgen, es ist auf ironische Art und Weise sehr angenehm.

Ich verlasse die Tankstelle, schaue nochmal in Richtung Urgestein und laufe nach Hause. Die Angst kommt langsam wieder. Setze mich dann doch vor die Glotze und zappe. Wieso wird eigentlich Angie mit ihrem Namen untertitelt? Gibt es Menschen, die sie nicht kennen? Ob die beiden jetzt genauso nervös sind wie ich? Erwarte ich zuviel?

Bleibe bei “die vier Federn” hängen. Guter Film. Irgendwann schon mal gesehen…gefällt mir. Lenkt ab. Kann nur empfehlen, ihn mal irgendwann anzusehen. Leise, unaufdringlich. Aber irgendwie voller angefangener, ablenkender Gedanken, die man weiterdenken will. Mut kommt auch vor.

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Lächeln!

Was für ein schöner Tag heute. Endlich mal wieder Sonne und ich hab mir sogar die Zeit geklaut, sie zu genießen… Heute abend ein Treffen mit einer Freundin aus alten Schultagen. Im Briefkasten ganz viel tolle und neue Musik (Danke!).
Und entdeckt, dass es doch ein paar Real Life Leser hier gibt.

Hula!

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ICQ am Morgen

Mr. Anonym: “OMG ich bin so ein nerd… die rollläden sind noch unten und ich schau im internet wie warm es ist und ob es regnet…”
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.
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Mr. Anonym: “evtl. sollte ich noch ne webcam auf der terrasse installieren”
*g* zum Glück steht mein Schreibtisch vor dem Fenster (ohne Rolläden)…

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silence

Vor fast genau zwei Jahren wurde “mein Hund” Aaron eingeschläfert. Meine Eltern wohnen neben einem Reiterhof, dessen Besitzer auch der Besitzer von Aaron war. Aaron war ein wunderschöner Golden Retriever, wunderschön deswegen, weil ich diese Rasse eigentlich gar nicht mag und er trotzdem unglaublich hübsch war. Jeden Tag kam er bei uns vorbei, holte sich einige Leckereien ab, kuschelte, vertrieb Besucher mit seinem Bellen und machte dann weiter seine Runde durch das Viertel. Irgendwann blieb er immer länger, lag auf unserer Terasse….schlief….war da. Mein Hund also. Es klingt doof, aber ich hatte irgendwie eine persönliche Beziehung zu ihm, er hörte mir zu, wenn ich auf der Bank im Regen saß, eine rauchte und wegen irgendeinem Typen Rotz und Wasser heulte. Er war da, als ich mich ausgeschlossen hatte und vor der Haustür auf Irgendwen mit Schlüssel wartete. Er war da, weil er da war, nicht weil er da sein musste.
Irgendwann rief mich meine Mutter an. Er wird morgen eingeschläfert. Ich fuhr heim. Im Autoradio “my immortal” von Evanescence. Wieso? Zufall? Es passte irgendwie. Ich habe ihn ein letztes Mal gestreichelt, ihm die restlichen Leckereien gegeben, bei ihm auf der Terasse gesessen, geheult.

Er hatte einen Sohn, der auch auf dem Hof wohnte. Apollo. Ungleich schüchterner, und viel schwärzer, denn seine Mutter war eine Schäferhündin. Ein black Retriever, sozusagen. Apollo war nie lange da, früher kam er ab und zu mal mit Aaron vorbei. Danach auch alleine, immer öfter auch regelmässig. Und er hat mich immer an Aaron erinnert. Ich weiß, ich werde gerade unnötig sentimental. Aber auch Apollo hat sich irgendwann in mein Herz eingeschlichen. Irgendwann hörte er nichts mehr. Wurde dünner und knochiger. Kam trotzdem vorbei, lag einfach so da und schaute mich an. Er wurde vor 3 Tagen eingeschläfert.
Ich vermisse beide….jetzt ist keiner von den Beiden mehr da, kommt mir entgegen, um mich zu begrüßen.

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do one thing every day that scares you

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some kind of vision?

Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht mit Außenminister Gerhard Schröder George Bush. Derweil beraten in Berlin Guido Westerwelle, Joschka Fischer, Gregor Gysi und Oskar Lafontaine über die neuen Maßnahmen der Opposition.
Hula.

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bluescreen

…und zwar gerade eben….beim Mails checken. *schreck*
Nun geht mein lieber, alter PC wieder.
(ein guter alter P3, 850 MgHz, 192 MbRam…inklusive Kaffeehersteller-Funktastatur und -maus *g*)

Halte durch, bald werde ich einen würdigen Nachfolger für Dich finden und Du kannst endlich in den wohlverdienten Ruhestand treten!
Ich rede mit meinem PC? Seufz.

[update: Ja, und ich habe beim Fernsehen neulich vergeblich versucht mit der Fernbedienung ein neues Tab zu öffenen….*nerdmode*]

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Guns n’ Roses – Patience

2001. Auf der Fahrt zu einem Football Spiel der University of Georgia. Zu sechst hinten auf der Ladefläche eines Pick-Ups. Und dieses Lied auf voller Lautstärke. Irgendwie frei, irgendwie momentan und unglaublich harmonisch. Hat mich sogar vergessen lassen, wie widerlich dieses Light Bier doch schmeckt! Eine tailgating party veranstaltet, wie alle anderen auch. Gegrillt, getrunken und mit 70.000 anderen Menschen das Spiel angeschaut. Hinterher feiern in irgendeinem College Appartment. Und immer wieder diese CD angehört.